08.02.2014 Punkteabbau noch bis Ende April

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

23.01.2014 - Erfurt

Für Punktesünder im Flensburger Verkehrszentralregister kann sich ein Aufbauseminar oder die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung noch vor Ablauf des 30. Aprils lohnen. Darauf weisen der Thüringer Fahrlehrerverband und der TÜV Thüringen hin, denn mit der Reformierung des Punktesystems ändern sich auch die Möglichkeiten des Punkteabbaus. 

Zum 1. Mai 2014 wird aus dem Verkehrszentralregister (VZR) das neue Fahreignungsregister (FAER). Das neue System soll einfacher, gerechter und transparenter werden. Bis dahin angesammelte Punkte werden nach einem Schlüssel in neue Punkte umgerechnet. Nach dem bisherigen Punktekatalog droht bei 18 Punkten der Entzug der Fahrerlaubnis. Bei dem neuen System dürfen sich Autofahrer nur noch 7 Punkte leisten, mit dem achten Punkt ist die Fahrerlaubnis dann weg. Das jetzige Punktesystem erlaubt abhängig vom Punktestand einen Abbau von zwei beziehungsweise 4 Punkten. Dazu ist der Besuch eines Aufbauseminars bei einer dafür zugelassenen Fahrschule beziehungsweise eine verkehrspsychologische Beratung oder ein besonderes Aufbauseminar bei einer von der Fahrerlaubnisbehörde zugelassenen Stelle notwendig.

Wer jetzt noch sein Punktekonto reduziert, profitiert bei der Umrechnung alter gegen neue Punkte. Stichtag ist der 30. April. „Punktesünder mit maximal 8 Punkten in Flensburg können noch bis Ende April mit dem Aufbauseminar für punkteauffällige Kraftfahrer bei einer anerkannten Fahrschule 4 Punkte abbauen“ erläutert Rüdiger Brandes, Vorsitzender des Thüringer Fahrlehrerverbandes e.V. in Erfurt. Wer einen Punktestand von 8 nach altem System hat, würde durch das Aufbauseminar bei 4 Punkten landen, die dann in 2 überführt werden. Wer nicht abbaut, würde nach der Umrechnung bereits 4 Punkte auf dem FAER-Konto anhäufen, was bereits automatisch zu einer Ermahnung führen würde.

Auch Verkehrspsychologe Dr. Don DeVol vom TÜV Thüringen rät vorbelasteten Autofahrern, schnell zu handeln. „Ein Punkteabbau lohnt sich ganz besonders auch für Kraftfahrer mit einem hohen Punktestand von 14 bis 17 Punkten. Denn sie können jetzt noch ihr Konto mit einer verkehrspsychologischen Beratung um 2 Punkte reduzieren. Das spart nach Umstellung des Verkehrszentralregisters zum 1. Mai einen wertvollen Punkt“, so DeVol. „14 bis 17 Punkte nach altem System würden ohne Abbau in 6 beziehungsweise 7 Punkte überführt werden. Das hat dann eine Verwarnung zur Folge. Ein Punkteabbau durch die Teilnahme an dem ab Mai neu konzipierten Fahreignungsseminar ist bei diesem Punktestand nicht mehr möglich“, gibt DeVol zu bedenken. „Wer im Mai mit 7 Punkten ins neue System startet, dessen Führerschein ist ernsthaft in Gefahr. Jetzt reicht nur noch eine Ordnungswidrigkeit wie Telefonieren am Steuer oder die Unterschreitung des Mindestabstandes und der Führerschein ist weg“, so Verkehrspsychologe Dr. Don DeVol. Voraussetzung für eine verkehrspsychologische Beratung ist das Aufbauseminar bei der Fahrschule.

Auskunft über ihren Punktestand können Kraftfahrer über die Internetseite des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) erlangen.

Überblick zur Punkteumstellung:

 

 

 

Punktestand bis 30. April 2014     
im Verkehrszentralregister

Umwandlung in Punkte nach dem neuen
Fahreignungs-Bewertungssystem

  1 bis 3 Punkte: Stufe „Vormerkung“

1 bis 3

4 bis 5

6 bis 7 

1

2

3

  4 und 5 Punkte: Stufe „Ermahnung“

8 bis 10

11 bis 13

4

5

  6 und 7 Punkte: Stufe „Verwarnung“

14 bis 15

16 bis 17 

6

7

  Führerscheinentzug

ab 18

ab 8

Hinweis: Wir verwenden Cookies auf dieser Website, um dir den bestmöglichen Service zu gewährleisten.

Wenn du auf unserer Seite weitersurfst und die Browsereinstellungen nicht änderst, akzeptierst du diese. Mehr dazu

Ich verstehe.